Hanna Nitsch Anrufung #3 (2018)

1.900,00 €*

Produktnummer: 26546

  • Streng limitiert auf nur 5 Exemplare
  • Sinnliche Reflexionen zu Rolle der Künstlerin in der Kunstwelt
  • Zeitgenössische Künstlerin aus Braunschweig
  • Hängefertig gerahmt aus der Einzelausstellung MATRIX FEMININ

Informationen
Kategorie: Fotografie
Künstler Nitsch, Hanna Jahr 2018 Titel Anrufung #3 Größe Blatt 59,4 x 42,0 cm
Rahmen: 83,0 x 63,0 cm Material FineArtDruck auf FotoRag Auflage 5 Exemplare (+ 1AP), hier Nr. 1 Signatur Verso signiert Publikation - Provenienz Atelier der Künstlerin
Zustand
Die Fotografie ist in sehr gutem Zustand
Besonderheiten und Bemerkungen
Die Serie "Anrufung" erforscht die Rolle der Künstlerpersönlichkeit und ihre Beziehung zur Kunstwelt. Hingabe, Kampf um Anerkennung, aber auch das Wissen um die eignen Verletzlichkeit und Bedingtheit werden zum Thema.

Die persönliche Situation der Künstlerin wird bei "Anrufung #3" ironisch auf die Spitze getrieben. Die Künstlerpersönlichkeit verschwindet hinter einer Maske. Die künstlich übergroßen Lippen als weibliches Attribut schieben sich anbietend in den Vordergrund. Der weibliche Körper liegt hingegossen auf einem Haufen einschlägiger Kunstmagazine, als könne er alleine über diese Geste teilhaben und sich einschreiben in die Seiten der Kunstgeschichte.

Gibt es noch einen gesellschaftlichen Auftrag für Künstler und Künstlerinnen oder haben sie genug damit zu tun, sich an ein elitäres Kunstsystem anzuschmiegen, dass sich von der Gesellschaft immer mehr abzukoppeln scheint? Mit Kritik am hermetisch abgeriegelten Kunstsystem aber auch mit einer guten Portion Selbstkritik geht Hanna Nitsch in dieser Arbeit vor. Denn zwischen der Sucht nach Anerkennung und dem Sturz aus dem Paradies ist oft nur ein schmaler Grad.

Man spürt in den Fotografien von Hanna Nitsch, die Lust an der Revision jahrhundertelang eingeübter, vor allem durch die männlich geprägte Kunstgeschichte definierter visueller Codes sowie an Travestie und Maskerade, die mehr enthüllt als verbirgt. Die ikonografisch hochstilisierten Bilder werden zum Ausgangspunkt der künstlerischen Befragung.

Künstler
Hanna Nitsch wurde 1974 in Freiburg geboren.

Nitsch studierte Philosophie und Germanistik, später Freie Kunst bei Peter Dreher und Silvia Bächli in Karlsruhe. 2003 wird sie in die Begabtenförderung des Cusanuswerks aufgenommen. Sie beendete ihr Studium bei Herrman Albert und Klaus Stümpel an der HBK Braunschweig 2007 als Meisterschülerin.

. Nitsch wählte zunächst hauptsächlich die Zeichnung als Medium - kraftvolle Tuschefarben prägen beispielsweise die perfekt inszenierten Porträts ihrer Kinder. Die Beobachtung und Repräsentation Ihrer drei Kinder bilden über Jahre hinweg einen ihrer wichtigsten Motivkreise. In den letzten Jahren erweiterte sie ihr Repertoire, experimentiert mit Grafik, Keramik, Video und insbesondere mit der Fotografie.

„Zu den zentralen Fragestellungen meiner künstlerischen Praxis gehören die Fragen nach Rollenmustern und Stereotypen, nach meiner Rolle als Künstlerin, Frau und Mutter in der Gesellschaft, nach Eigenwahrnehmung und Fremdwahrnehmung und die daraus resultierende Kritik am posthumanen Körperdesign im Zeitalter digitaler und sozialer Medien. Wo ist die Authentizität des Körpersubjektes im Zeitalter der kapitalistischen Massenzurichtung des Körpers? Gibt es einen unbetretbaren letzten Raum des „Inneren“?“

Hanna Nitsch

Die Künstlerin war zuletzt mit Einzelausstellungen in den Städtischen Galerien in Braunschweig, Wolfsburg und Wiesbaden zu sehen. Regelmäßig befindet sich ihre Kunst auch in hervorragender Gesellschaft, so wurde sie 2012 in der Ausstellung „Das eigene Kind im Blick – Künstlerkinder von Runge bis Richter, von Dix bis Picasso“ gezeigt und findet sich prominent in der jüngst veröffentlichten Anthologie „I Love Women In Art“ (München 2020) mit 100 Porträts von Künstlerinnen – u.a. Hannah Höch, Marianne Brandt, VALIE EXPORT und Monica Bonvicini – präsentiert von 100 Frauen aus dem Kunstbetrieb.

Hanna Nitsch lebt und arbeitet in Braunschweig.

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