Hanna Nitsch SheIs #1 (2015)

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Produktnummer: 26552

  • Raumwirksames Unikat
  • Alltagsgegenstand als versteinertes Artefakt einer intimen Beziehung
  • Zeitgenössische Künstlerin aus Braunschweig
  • aus der Einzelausstellung MATRIX FEMININ



Besonderheiten und Bemerkungen


Die Serie "SheIs" stellt einen gewöhnlichen Alltagsgegenstand - eine Hose - als auratisches Objekt dar. Jeder weiß, das Kleidungsstück einer geliebten Person kann in einem Moment der Sehnsucht für diese selbst stehen. Unbeachtet von seinem Eigentümer liegen gelassen, nehmen wir einen solchen Gegenstand in die Hand und können uns ihrem vormaligen Träger sinnlich nähern.

Der Titel "SheIs" - übersetzt "Sie ist" - verweist auf das Sein einer Sie, womöglich einer der Töchter der Künstlerin. Phänomenologisch gesprochen rückt durch diese versteinerte Form eines persönlichen Gegenstands, die gemeinte Person selbst in das Bewusstsein des Betrachters.

Ein wundervolles Objekt.

Informationen
Kategorie Objekt
Künstler Nitsch, Hanna
Jahr 2015
Titel SheIs #1
Größe 1 Objekt 30,0 x 40,0 x 30,0 cm
Material Keramik glasiert
Auflage Unikat
Signatur -
Publikation -
Provenienz Atelier der Künstlerin
Zustand
Die Objekt ist in sehr gutem Zustand
Künstler
Hanna Nitsch wurde 1974 in Freiburg geboren.

Nitsch studierte Philosophie und Germanistik, später Freie Kunst bei Peter Dreher und Silvia Bächli in Karlsruhe. 2003 wird sie in die Begabtenförderung des Cusanuswerks aufgenommen. Sie beendete ihr Studium bei Herrman Albert und Klaus Stümpel an der HBK Braunschweig 2007 als Meisterschülerin.

. Nitsch wählte zunächst hauptsächlich die Zeichnung als Medium - kraftvolle Tuschefarben prägen beispielsweise die perfekt inszenierten Porträts ihrer Kinder. Die Beobachtung und Repräsentation Ihrer drei Kinder bilden über Jahre hinweg einen ihrer wichtigsten Motivkreise. In den letzten Jahren erweiterte sie ihr Repertoire, experimentiert mit Grafik, Keramik, Video und insbesondere mit der Fotografie.

'Zu den zentralen Fragestellungen meiner künstlerischen Praxis gehören die Fragen nach Rollenmustern und Stereotypen, nach meiner Rolle als Künstlerin, Frau und Mutter in der Gesellschaft, nach Eigenwahrnehmung und Fremdwahrnehmung und die daraus resultierende Kritik am posthumanen Körperdesign im Zeitalter digitaler und sozialer Medien. Wo ist die Authentizität des Körpersubjektes im Zeitalter der kapitalistischen Massenzurichtung des Körpers? Gibt es einen unbetretbaren letzten Raum des 'Inneren“?“

Hanna Nitsch

Die Künstlerin war zuletzt mit Einzelausstellungen in den Städtischen Galerien in Braunschweig, Wolfsburg und Wiesbaden zu sehen. Regelmäßig befindet sich ihre Kunst auch in hervorragender Gesellschaft, so wurde sie 2012 in der Ausstellung 'Das eigene Kind im Blick – Künstlerkinder von Runge bis Richter, von Dix bis Picasso“ gezeigt und findet sich prominent in der jüngst veröffentlichten Anthologie 'I Love Women In Art“ (München 2020) mit 100 Porträts von Künstlerinnen – u.a. Hannah Höch, Marianne Brandt, VALIE EXPORT und Monica Bonvicini – präsentiert von 100 Frauen aus dem Kunstbetrieb.

Hanna Nitsch lebt und arbeitet in Braunschweig.

e.artis Sicherheit