Hanna Nitsch Redux III (2017)

29.500,00 €*

Produktnummer: 26555

  • Großformatiges Unikat - Hängefertig gerahmt
  • Expressive Kinder-Darstellung in leuchtenden Farben
  • Zeitgenössische Künstlerin aus Braunschweig
  • Hängefertig gerahmt aus der Einzelausstellung MATRIX FEMININ

Informationen
Kategorie: Mischtechnik
Künstler Nitsch, Hanna Jahr 2017 Titel Redux III Größe Blatt 152,0 x 222,0 cm
Rahmen: 168,5 x 241,5 cm Material Tusche und Grafitstift auf Papier Auflage Unikat Signatur Verso signiert Publikation - Provenienz Atelier der Künstlerin
Zustand
Die Mischtechnik ist in sehr gutem Zustand
Besonderheiten und Bemerkungen
"Redux" bedeutet im popkulturellen Kontext soviel wie "zurückgebracht" und findet etwa in den Bereichen Musik, Games oder Film Verwendung. Hanna Nitsch hat ihn in diesem Sinne auf ihre, hier gezeigte Tuschemalerei angewendet. In der großformatigen Arbeit bringt sie Figuren zurück, die uns aus ihren früheren Zeichnungen bekannt sind.

Hanna Nitsch hat für diese Arbeit erneut Elisabeth und Aaron, ihre inzwischen jugendlichen Kinder vor die Kamera gebeten. Ihre Interaktionen schwanken zwischen Nähe, Geborgenheit, Vertrauen und latenter Gewalt. Jede liebevolle Geste besitzt das Potential der Umkehrung.

Tritt man jedoch näher an die Arbeiten heran, löst sich der zunächst illusionistische Eindruck auf. Die Farbverläufe der Tuschfarbe werden sichtbar, sowie ein feines Gespinst aus Zeichnungen und Kodierungen. Die Zeichnung präsentiert ihr Inneres, das ganze Gerüst, das ihr zugrunde liegt. Jeder einzelne Arbeitsschritt wird offengelegt.

In dieser Arbeit thematisiert Hanna Nitsch das Dilemma des Zeigens und Verbergens. Sie zeigt sozusagen den Riss in der Matrix ihrer Zeichnungen. Es ist ein Hinweis auf die Wirkungsmacht des Bildes und die Gefahr, die damit verbunden ist, wenn wir uns der Illusion unreflektiert hingeben.

(Textauszüge: halle 267, Städtische Kunsthalle Braunschweig, Ausstellung "Hanna Nitsch - Großer Wurf 1" vom 25.1. bis 24.3.2018)

Künstler
Hanna Nitsch wurde 1974 in Freiburg geboren.

Nitsch studierte Philosophie und Germanistik, später Freie Kunst bei Peter Dreher und Silvia Bächli in Karlsruhe. 2003 wird sie in die Begabtenförderung des Cusanuswerks aufgenommen. Sie beendete ihr Studium bei Herrman Albert und Klaus Stümpel an der HBK Braunschweig 2007 als Meisterschülerin.

. Nitsch wählte zunächst hauptsächlich die Zeichnung als Medium - kraftvolle Tuschefarben prägen beispielsweise die perfekt inszenierten Porträts ihrer Kinder. Die Beobachtung und Repräsentation Ihrer drei Kinder bilden über Jahre hinweg einen ihrer wichtigsten Motivkreise. In den letzten Jahren erweiterte sie ihr Repertoire, experimentiert mit Grafik, Keramik, Video und insbesondere mit der Fotografie.

„Zu den zentralen Fragestellungen meiner künstlerischen Praxis gehören die Fragen nach Rollenmustern und Stereotypen, nach meiner Rolle als Künstlerin, Frau und Mutter in der Gesellschaft, nach Eigenwahrnehmung und Fremdwahrnehmung und die daraus resultierende Kritik am posthumanen Körperdesign im Zeitalter digitaler und sozialer Medien. Wo ist die Authentizität des Körpersubjektes im Zeitalter der kapitalistischen Massenzurichtung des Körpers? Gibt es einen unbetretbaren letzten Raum des „Inneren“?“

Hanna Nitsch

Die Künstlerin war zuletzt mit Einzelausstellungen in den Städtischen Galerien in Braunschweig, Wolfsburg und Wiesbaden zu sehen. Regelmäßig befindet sich ihre Kunst auch in hervorragender Gesellschaft, so wurde sie 2012 in der Ausstellung „Das eigene Kind im Blick – Künstlerkinder von Runge bis Richter, von Dix bis Picasso“ gezeigt und findet sich prominent in der jüngst veröffentlichten Anthologie „I Love Women In Art“ (München 2020) mit 100 Porträts von Künstlerinnen – u.a. Hannah Höch, Marianne Brandt, VALIE EXPORT und Monica Bonvicini – präsentiert von 100 Frauen aus dem Kunstbetrieb.

Hanna Nitsch lebt und arbeitet in Braunschweig.

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