Åndas
- Teilnahme an documenta + Venedig Biennale
- International in erstklassigen Sammlungen vertreten
- Schnittstelle von Konzeptkunst, sozialer Skulptur und kultureller Archäologie
- Geprüfte Werke
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1.605,00 €
Besonderheiten und Bemerkungen
Mit Åndas entwickelte Ogboh eine konzeptuelle Intervention in das kulturelle Selbstverständnis Österreichs. Das Bier Åndas, das lokale österreichische Zutaten mit westafrikanischen Aromen kombiniert, steht für die Durchlässigkeit kultureller Grenzen. Die zugehörige Werbekampagne, in der Schwarze Österreicher und Österreicherinnen in traditioneller Salzkammergut-Tracht auftreten, hinterfragt nationale Identitätsbilder auf subtile, aber wirkungsvolle Weise.
Seine neuen Arbeiten erweitern das interaktive Prinzip von "ÅNDAS - GLEICH“ und betonen Materialität, Körperlichkeit und Sprache. Ein Schlüsselelement dieser Skulpturen ist die Integration von Textformen aus dem afrikanischen und dem europäischen Kulturkreis, die nebeneinander existieren, ohne sich zu vermischen oder gegenseitig zu verändern. Besonders auffällig ist die Verwendung der Nsibidi-Schrift, eines traditionellen Symbolsystems der Igbo und anderer westafrikanischer Ethnien. Als jahrhundertealtes, nicht-lineares Schriftsystem verwendet Nsibidi ideografische Zeichen, um grundlegende Konzepte wie Gemeinschaft, Macht und Identität zu vermitteln.
Durch die Gegenüberstellung des Nsibidi-Symbols für "Wachstum“ mit dem europäischen Buchstaben Å, der für "Andersartigkeit“ steht, erzeugt Ogboh eine visuelle Spannung - eine Spannung, die nicht nach einer Lösung sucht, sondern das dynamische Zusammenspiel und die Koexistenz unterschiedlicher kultureller Systeme unterstreicht. Seine Skulpturen werden so zu Trägern eines diskursiven Raums, in dem weder Assimilation noch Hierarchie vorherrschen, sondern vielmehr ein Zustand gleichberechtigter Koexistenz entsteht.
Informationen zum Werk
| Kategorie | Objekt |
|---|---|
| Künstler | Ogboh, Emeka |
| Jahr | 2025 |
| Titel | Åndas |
| Größe 1 | 30 x 21 cm |
| Material | Acryl |
| Auflage | 20 + 1AP |
| Signatur | unten rechts signiert und nummeriert |
| Provenienz | e.artis edition |
Informationen über den Zustand
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Die Objekt ist in sehr gutem Zustand |
Informationen über den Künstler
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Die künstlerische Praxis von Emeka Ogboh (*1977, Nigeria) bewegt sich an der Schnittstelle von Konzeptkunst, sozialer Skulptur und kultureller Archäologie. Seine Arbeiten greifen auf multisensorische Medien – Klang, Geschmack, Installationen – zurück, um kulturelle Narrative neu zu verhandeln. Dabei interessieren ihn weniger feste Identitätskategorien als vielmehr die fluide Interaktion zwischen Erinnerung, Migration und Zugehörigkeit. Ogbohs Arbeiten waren auf der documenta 14 (2017), dem Skulptur Projekte Münster (2017) und der Biennale di Venezia (2015) zu sehen. Seine Aufnahme in die ständigen Sammlungen von Institutionen wie dem Museum of Modern Art (MoMA) in New York und der Tate Modern in London unterstreicht seine Bedeutung im zeitgenössischen Diskurs über transkulturelle Identitäten. |
e.artis Sicherheit
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